Freitag, 17. Oktober 2014

Wunderschönes Gent (Teil 2)

Samstag, der 04.10.2014

Das Frühstück im Hotel ließ wirklich keine Wünsche offen. Es gab von süßen Teilchen über verschiedene Brote und Brötchen mit verschiedenen Aufstrichen oder Belagen bis zu Herzhaftem, wie Bacon und Würstchen und Ei. Auch die Getränkeauswahl ist vielfältig. Einzig Veganer könnten ein Problem bekommen.
Nachdem wir uns gestärkt hatten, sind wir losgegangen um weiter Gent zu erkunden. Unser Weg führte und erst durch das Viertel, in dem unser Hotel liegt. Dieses Viertel ist vor allem studentisch geprägt und wird in Reiseführern auch Künstlerviertel genannt. Hier gibt es viele alternativere Läden und Restaurants uns Cafes, sowie Second Hand Läden. Unser Ziel war aber der Kleine Beginenhof. Hier kann man dem Gewusel der Altstadt entfliehen und fühlt sich wie in einem kleinen Dorf auf dem Land. Die Beginenhöfe waren seit dem frühen Mittelalter Anlaufstationen für Frauen, die unabhängig von Männer, aber innerhalb einer geschlossenen Gesellschaft leben wollten. Sie waren eine Art Kloster und auch für Witwen oder unverheiratete Frauen eine Wohnstätte. Die Häuser sind heute zum Teil wieder bewohnt, teilweise aber auch verfallen. In der Mitte steht eine große Kirche aus der Barockzeit, die aber nicht zugänglich ist.
Beginenhof in Gent

Danach sind wir weiter in Richtung der Innenstadt geschlendert und an vielen kleinen schönen Geschäften vorbeigekommen. Unsere nächste Anlaufstelle war die Sint-Baafskathedraal, diese Kirche ist laut Reiseführer besonders sehenswert, auch aufgrund des berühmten Altars, gemalt von Jan van Eyck. Um dieses Gemälde im Original zu sehen, muss man allerdings extra Eintritt bezahlen. Das Besondere bei unserem Besuch war ein deutscher Männerchor, der spontan zwei Lieder gesungen hat. Durch die Atmosphäre und die Akustik in der Kirche war es etwas ganz besonderes. 
Anschließend haben wir die obligatorische Bootstour durch die Kanäle gemacht, die an jeder Ecke in verschiedenen Sprachen angeboten werden. Der veränderte Blickwinkel aus dem Boot war etwas besonders, aber die Belästigung der Anwohner durch die Boote, machte mir ein schlechtes Gewissen.
Häuser von der Kanalseite aus gesehen

Wachtürme am Altstadtrand

Weil wir alle Hunger hatten sind wir in ein kleines Cafe gegangen, das wir vom Kanal aus gesehen hatten. Es ist uns aufgefallen, weil man dort auf einem Balkon an zwei kleinen Tischen über einem Kanal sitzen konnte. Wir haben allerdings im Innenraum gesessen. Hier gab es Snacks, kleine Speisen und Kuchen sowie viele verschiedene Biersorten.
Nach diesem Programmpunkt haben wir uns aufgeteilt. Ein Teil meiner Familie ging in die Burg Gravensteen und ich ging ein wenig bummeln durch die vielen kleinen Boutiquen in der Straßen Hoogport, Bennesteg, Mageleinstraat, Kalandestraat und Koestraat, bevor es wieder zurück ins Hotel ging.
Burg Gravensteen

Nach einer kleinen Ruhepause sind wir wieder auf die Suche nach einem schönen Restaurant gegangen und haben uns dabei einer etwas andere Ecke ausgesucht. In der Straße Onderbergen und Ajuinlei gibt es sehr viele nette und kleine Restaurants. Wir haben uns für das Restaurant Vintage entschieden, aber nur noch eine Platz bekommen, weil kurz vorher jemand die Reservierung für einen Tisch storniert hatte. Dieses Restaurant ist absolut empfehlenswert. Die Karte ist sehr klein, wechselt aber monatlich. Zu den Essen werden verschiedene Weine angeboten. Das Servicepersonal ist sehr kompetent und hat uns sehr gut zu den verschiedenen Gängen beraten. Absolut empfehlenswert!!!


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